Spielsucht und soziale Risiken – aktuelle Zahlen aus der Schweiz

Während Bitcoin-Casinos mit Geschwindigkeit, Anonymität und Innovationsgeist werben, darf ein Aspekt nicht vernachlässigt werden: die soziale Verantwortung. Gerade durch die einfache Zugänglichkeit und den Reiz schneller Gewinne steigt das Risiko für problematisches Spielverhalten – auch in der Schweiz.

Spielsucht nimmt in der Schweiz zu

Ein Bericht des Groupement Romand d’Études des Addictions (GREA) aus dem Jahr 2025 zeigt einen deutlichen Anstieg der Glücksspielsucht in der Schweiz. Die wichtigsten Zahlen im Überblick:

  • Rund 308.000 Menschen gelten aktuell als spielsuchtgefährdet.
  • Der Anteil problematischer Spieler ist von 3,1 % im Jahr 2017 auf 4,3 % im Jahr 2022 gestiegen – ein Zuwachs von 39 %.
  • Die Zahl pathologisch Spielsüchtiger (schwere Suchtform) hat sich sogar mehr als verdoppelt – von 0,2 % auf 0,5 %.
  • Besonders betroffen: junge Männer im Alter von 15 bis 24 Jahren. Laut Studie zeigen 7,9 % dieser Altersgruppe ein problematisches Spielverhalten.

Diese Entwicklungen betreffen nicht nur klassische Casinos, sondern auch Online-Casinos – inklusive Krypto-Plattformen, die oft weniger reguliert und leichter zugänglich sind.

Warum Krypto-Casinos besonders risikobehaftet sein können

Bitcoin-Casinos bieten eine niedrige Einstiegshürde:

  • Es braucht kein Bankkonto.
  • Transaktionen erfolgen oft anonym.
  • Gewinne können sofort wieder eingesetzt werden („Recycling“).

Gerade diese Faktoren machen Krypto-Casinos für suchtgefährdete Personen besonders gefährlich. Ohne klare Grenzen und Kontrollmechanismen steigt das Risiko, die Kontrolle über das eigene Spielverhalten zu verlieren.

Prävention & Schutzmaßnahmen

In der Schweiz sind lizenzierte Anbieter verpflichtet, Maßnahmen zur Spielsuchtprävention zu ergreifen – z. B.:

  • Einzahlungslimits,
  • Selbstsperren,
  • Zugang zu Hilfsangeboten.

Internationale Bitcoin-Casinos unterliegen diesen Anforderungen nicht immer. Spieler sollten deshalb besonders achtsam sein und selbst Verantwortung übernehmen – z. B. durch bewusste Einsatzlimits und regelmäßige Spielpausen.